Heilpraktiker-Facts

Heilpraktiker-Facts

Der Heilpraktiker ist meist eine Frau
Etwa 75 % der Heilpraktiker sind weiblich, rund 25 % sind männlich.

Heilpraktiker arbeiten flächendeckend
In der Großstadt und auf dem Land gibt es in etwa gleich viele Heilpraktiker-Praxen. Damit stellt der Heilpraktiker gerade in den ländlichen Regionen eine wichtige Ergänzung zum ersten Gesundheitsmarkt dar.

Heilpraktiker arbeiten selbstständig
Wer in Deutschland den Heilpraktiker-Beruf ausübt, arbeitet in der Regel selbstständig. Über 75 % aller Heilpraktiker sind in eigener Praxis in Vollzeit oder in Teilzeit tätig. Die anderen sind in einer Gemeinschaftspraxis oder in Einrichtungen wie Altenheim oder Klinik angestellt. Der Heilpraktiker in eigener Praxis ist ein Allroundtalent: Praxisführung und Praxismanagement organisieren und betreiben die meisten alleine.

Was sind die beliebtesten Therapien?
Das Therapieangebot des Heilpraktikers in mannigfaltig. Hier die Top-10 der beliebtesten naturheilkundlichen Heilpraktiker-Therapiemethoden: Akupunktur, Entgiften/ Entschlacken, Homöopathie, Schmerztherapie, Allergiebehandlung, Schröpfen, Gesundheits-/Präventionsberatung, Injektionstechniken, Ausleitungsverfahren, Ernährungstherapie.
Außerdem werden häufig eingesetzt: Phytotherapie, Kopfschmerz-/Migränetherapie, Therapie des Säure-Basen-Haushalts, verschiedenen Wirbelsäulen- und Massagetechniken, Heilhypnose, Entspannungsmethoden, Kinesiologie u.v.m.
Hier die Top-10 der beliebtesten psychotherapeutischen Heilpraktiker-Therapiemethoden: Gesprächstherapie/-beratung, Stressbewältigung, Entspannungsmethoden, Coaching, Burnout-Beratung, Entspannungstherapie, Paarberatung, Beratung für systemische Lösungen, Lösungsorientierte Therapie, Selbstbewusstseinstraining.
Außerdem werden häufig eingesetzt: Trauerbegleitung, Achtsamkeitstraining, verschiedene systemische Techniken, Traumatherapien, NLP (Neurolinguistisches Programmieren), EFT (Klopfakupressur/Emotional Freedom Techniques) u.v.m.
Hier die Top-10 der beliebtesten podologischen Heilpraktiker-Therapiemethoden: Anamnese und podologische Befunderstellung, Richtiges Schneiden der Nägel, Mykosentherapie, Orthonyxiespangen-Therapie, Nagelprothetik, Hyperkeratosenbehandlung, Behandlung von Clavi (Hühneraugen) und Verrucae (Warzen), Behandlungsmaßnahmen bei Entzündungen und Infektionen, Orthesentechnik, Spezielle Verbandtechniken und Entlastungen (Taping, Kompression).
Hier die Top-10 der beliebtesten physiotherapeutischen Heilpraktiker-Therapiemethoden: Manuelle Therapie, Kiefergelenksbehandlungen (CMD-Behandlungen), Massagen, Heißluft/Moorfangopackungen/Heiße Rolle, Bindegewebsmassagen, Elektrotherapie/Ultraschall/Magnetfeld, Colon-/Periost-/Triggerpunktbehandlungen, Krankengymnastik, Manuelle Lymphdrainage, Schlingtisch/Traktionen/Perl´sche Schaukel/Glissonschlinge, Kaltluft/Eispackungen/-abreibungen.

Wer geht zum Heilpraktiker?
Etwa 65 % der Heilpraktiker-Patienten sind weiblich, rund 35 % sind männlich. Die Altersverteilung ist bunt gemischt. Etwa 20 % der Patienten sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 18 Jahre. Knapp 25 % sind Erwachsene bis 30 Jahre. Der Großteil der Heilpraktiker-Patienten befindet sich in der Altersgruppe 30 bis 60 Jahre, fast 20 % sind über 60 Jahre alt.
Gesundheitliche Eigenverantwortung unter den Patientinnen und Patienten ist groß. Über 70 % zahlen die Heilpraktiker-Behandlung aus eigener Tasche und entlasten so das Krankenkassensystem. Mehr als 10 % der Behandelten haben in eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker investiert, genauso viele sind privat versichert, ca. 10 % der Patientinnen und Patienten sind beihilfeberechtigt.
Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten suchen den Heilpraktiker aufgrund von Empfehlung auf. 50 % der Patienten gelten als chronisch krank.

Wieviel arbeitet ein Heilpraktiker? Und wieviel Zeit nimmt er sich für seine Patienten?
Deutsche Hausärzte verbringen im Schnitt 7,6 Minuten mit ihren Patienten. Das ist beim Heilpraktiker anders. Über 50 % der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker nehmen sich für ihre Erstanamnese über 1 Stunde Zeit, bei etwa 35 % dauert das Erstgespräch 30 bis 60 Minuten.
Je ca. 20 % arbeiten Heilpraktiker an 2, 3, 4 oder 5 Tagen in der Woche und behandeln durchschnittlich in diesem Zeitraum 6 bis 40 Patienten.

Wie, wo und wie oft bilden sich Heilpraktiker fort?
Seminare, Fachausbildungen, Workshops, Vorträge, Webinare und Selbststudium. Viele Heilpraktiker verwenden einen großen Teil ihrer Zeit damit, sich fortzubilden. Beliebtestes Fortbildungsinstitut mit über 11.000 Veranstaltungen sind die Deutschen Paracelsus Schulen für Naturheilverfahren. Im Durchschnitt zwischen 2 und 5 Mal im Jahr tun sie dies. Zusätzlich investieren sie von sich aus durchschnittlich 15 bis 26 Stunden im Monat autodidaktisch ins Selbststudium.

Heilpraktiker sind gut gebildet und in zahlreichen Fachgesellschaften organisiert
Entgegen der von Kritikern geäußerten Annahme, der Heilpraktiker habe nicht mehr als ein gutes polizeiliches Führungszeugnis zu bieten, zeichnet sich der Heilpraktiker durch eine gute bis sehr gute schulische Vorbildung aus.
Über 30 % besitzen einen Realschulabschluss, fast 80 % ein Abitur oder Fachabitur. Viele haben studiert und rund 27 % verfügen über einen höheren Abschluss bis hin zum Diplom oder Doktorgrad.

 

Ich möchte Heilpraktikerin werden: Heilpraktiker-Ausbildung


Quelle: Verband Unabhängiger Heilpraktiker e.V.

Heilpraktiker - Ausbildung bei den Paracelsus Heilpraktiker-Schulen

Heilpraktiker/innen arbeiten ganzheitlich

Warum führt immer mehr Menschen der Weg zum Heilpraktiker? Weil sie über den Tellerrand hinausschauen und nicht nur das Symptom therapieren, sondern auch die Ursachen beleuchten, die meist zu dem Krankheitssymptom / den Krankheitssymptomen geführt haben. Anstatt der oft nebenwirkungsstarken Schulmedizin nutzen Heilpraktiker bewährte alte Heilverfahren, die sie mit den Erkenntnissen und Errungenschaften der modernen Wissenschaften gezielt kombinieren. Nicht die körperliche Symptomatik alleine wird unter die Lupe genommen, sondern die gesamte Lebenssituation des Patienten, zu der auch seine psychische und emotionale Verfassung zählt. Heilpraktiker schenken ihren Patienten Zeit. Die Anamnese dauert nicht wie in klassischen Hausarztpraxen 3-5 Minuten, sondern oftmals 45-60 Minuten und länger. Heilpraktiker hören ihren Patienten genau zu und erfahren einiges über deren Lebensführung und Lebenssituation, zwei essentielle Faktoren innerhalb der ganzheitlichen Betrachtungsweise. All dies führt dazu, dass Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker oft auf den ersten Blick verborgene Zusammenhänge erkennen kann, die für das Leid und die Genesung des Patienten wichtige Informationen bereitstellen. Jetzt weiterlesen: Welche ist die richtige Heilpraktikerschule?

Die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie

Neben dem normalen Heilpraktiker, der alternativmedizinisch arbeitet, gibt es auch die Möglichkeit sich auf den Bereich der Psychotherapie zu spezialisieren. Seit 1993 ist es möglich eine sektorale Erlaubnis zu erwerben, um als „Psychotherapeutischer Heilpraktiker“, auch genannt "Heilpraktikerin für Psychotherapie", tätig zu werden. Die Bezeichnung "Psychotherapeutin" darf allerdings nicht verwendet werden, weil sie geschützt ist. Weitere Informationen zu dem Berufsbild Heilpraktiker Psychotherapie und der Ausbildung zum Heilpraktiker Psychotherapie finden Sie hier: https://www.ausbildungheilpraktikerpsychotherapie.de

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